Donnerstag, 3. Dezember 2015

Patrick Hertweck


Biographie: 

Geboren wurde Patrick Hertweck 1972 und bereiste nach dem Abitur viele Gegenden Europas mit dem Fahrrad. Danach arbeitete er über Jahre im Mangagemant eines Medienunternehmens, irgendwann beschoss er seine "heimliche" Passion zum Beruf zu machen. Seitdem arbeitet der Vater von drei Söhnen als freier Schriftsteller in Freiburg im Breisgau.

Bibliographie: 

Sein erstes Buch - Maggie und die Stadt der Diebe - erschien am 13.07.2015 im Thienemann-EsslingerVerlag, und zählt zu den Kinderbüchern.

Meines erachtens kann es jeder lesen ob Kind oder Erwachsener es ist für jeden was dabei ;)



Ich durfte dem Patrick ein "paar" Frage stellen, die er gerne beantwortet hat.

Als allererstes möchte ich mich nochmal bei Patrick Hertweck bedanken, dies war mein erstes Interview und es ist was ganz besonderes für mich. Ich danke Ihnen das sie trotz der wenigen Zeit die sie haben meine Fragen beantworten konnten. Vielen vielen Dank <3   


Ich habe das Ebook gelesen manche Kapitel musste ich meiner Tochter (5 Jahre) abends laut vorlesen und sie war genau wie ich begeistert, deshalb wünscht sie sich diese Geschichte jetzt als "echtes" Buch zu Nicolaus. Ich kann Maggie und die Stadt der Diebe nur weiterempfehlen!


1   1.) Seit wann schreiben sie?

Ernsthaft schreibe ich erst seit etwa 5 Jahren, aber wie viele andere auch hatte ich schon seit Kindheit an den Traum, einmal einen Roman zu schreiben. 

2.)    War Maggie ihr erstes Werk? 

Vor „Maggie und die Stadt der Diebe“ habe ich einen dicken Roman geschrieben über einen Straßenjungen im Viktorianischen London, der gemeinsam mit vier ungewöhnlichen Begleitern Jagd auf Jack the Ripper macht. Der Roman ist leider unveröffentlicht geblieben, da er für ein Jugendbuch zu komplex geworden ist und Romane für Erwachsene mit einem Kind als Protagonisten leider kaum Chancen auf eine Veröffentlichung haben. Aber die Arbeit an diesem Roman war keinesfalls umsonst, denn ich habe dabei viel über das Schreiben gelernt. 

3.)    Wie entstand das Buch? 

Ich liebe es, in der Öffentlichkeit zu arbeiten, umgeben von Menschen und einer gewissen Geräuschkulisse. Deshalb verziehe ich mich für das Schreiben meist in ein Café oder eine Kneipe. Maggie entstand beinahe komplett in einer Freiburger Gaststätte ganz in der Nähe des hiesigen Gefängnisses.

4.)    Wodurch bzw. durch wen wurden sie zu Maggie inspririert? 

Auf der Suche nach einem interessanten Stoff stieß ich in einem Antiquariat auf eine Chronologie über das New Yorker Bandenwesen von 1924. Die Welt und die Lebensumstände, die darin beschrieben wurden, faszinierten mich auf der Stelle. Dort wollte ich unbedingt meine nächste Geschichte ansiedeln. Viele skurrile Figuren, die in Maggie auftreten - wie etwa Dandy Dolan, Marm Mandelbaum oder Sheppard -, hat es zu jener Zeit übrigens tatsächlich in New York gegeben. 

5.)    Wie kamen sie dazu überhaupt mit dem Schreiben anzufangen? 

      Ich habe jahrelang als Projekt- und Abteilungsleiter in einem Medienunternehmen gearbeitet. Irgendwann habe ich gemerkt, dass mich die Arbeit nicht ausfüllt und etwas Entscheidendes in meinem Leben fehlt. Eines Abends saß ich an meinem Rechner und fing einfach an, den Anfang eines Romans zu schreiben, dessen Geschichte mir schon lange im Kopf herumgespukt hat. Ich hätte mir damals nie träumen lassen, dass sich daraus das entwickeln würde, was ich gerade erleben darf.


6.)    Wurden sie von Anfang an von Freunden und Familie  unterstützt oder waren diese eher skeptisch? 

Meine Frau ha mich von Anfang an unterstützt, diesen Traum zu verwirklichen. Andere habe ich lange Zeit nicht eingeweiht, da ich meinem Schreiben selbst sehr kritisch gegenüberstand. Erst als ich schließlich einen Agenten von meinen Texten überzeugen konnte, habe ich diese auch andere aus dem Kreis meiner Familie und Freund lesen lassen. 

7.)    Arbeiten sie derzeit an einem neuen Werk? 

Wenn man schreibt, dann ist man eigentlich immer beschäftigt damit, Ideen zu wälzen, sich Geschichten auszudenken, zu recherchieren und Berge von Notizen anzuhäufen. Bei mir ist das wenigstens so. In den letzten Monaten gab es in meiner Familie einige Veränderungen, die wenig Zeit für ein konzentriertes Arbeiten zuließen. Doch seit dieser Woche arbeite ich wieder an einem neuen Text und hoffe, den neuen Roman in 3-4 Monaten abgeschlossen zu haben. 
   
8.) Wenn sie ein Buch/ Manuskript schreiben, wen lassen sie als erstes lesen oder wer
           hilft ihnen wenn es mal nicht weiter geht? 

Meist bitte ich meine Frau und einen guten Freund, meine Texte zu lesen, um ein erstes Urteil einzuholen, ehe ich damit an meine Lektorin herantrete. Beide stehen mir auch mit Rat zur Seite, wenn ich während des Schreibens einmal nicht weiterkomme. Diese Gespräche sind an bestimmten Stellen ungemein wichtig, da sich beim Reden über den Text mancher Knoten, den man durch Grübeln nicht aufbekommen hat, von ganz alleine löst.
   
9.)    Maggie ist ja als "Kinderbuch" bekannt (obwohl ich finde es kann jeder lesen von 5-77 J)      Wollen sie sich evtl. noch an anderen Genre versuchen? 
     Wenn ja: welches Genre reizt sie? 

Schön, dass Du das so empfindest! Mein Ziel war es von Anfang an, einen Roman zu schreiben, der für Kinder ab 11 Jahren lesenswert ist, der aber zugleich auch Erwachsene anspricht. Gute Kinderbücher, vor allem unter den Klassikern, sind – meine Meinung – für jede Altersgruppe geeignet, da sie im Subtext weit mehr transportieren als die Geschichte, die sie erzählen. Maggie ist also für mich kein reines Kinderbuch und deshalb verstehe ich mich selbst auch nicht als Kinderbuchautor. Ich würde in Zukunft etwa sehr gerne einen Schauerroman schreiben oder einen Historischen Roman für Erwachsene. Aber ich werde auf jeden Fall immer wieder Bücher mit Kindern im Mittelpunt schreiben, weil ich in solchen Geschichten das einbringen kann, was mich am meisten geprägt hat: Die eigene Kindheit. 

10.)  Was sind ihre Lieblingsbücher?
      Diese Frage kann ich unmöglich beantworten. Zum einen gibt es unzählige tolle Romane, zum anderen gab es in unterschiedlichen Lebensphasen immer andere Lieblingsbücher bei mir. Autoren, die für mich wichtig und von Einfluss waren, sind zum Beispiel:  Michael Ende, J.K. Rowling, Stephen King, Charles Dickens, Thomas Mann. Also sehr unterschiedliche Vertreter ihrer Zunft.  


11.)  Hatten sie Angst das Leser ihr Buch nicht mögen? 

       Ja!  Da zuvor nur eine Handvoll Menschen meine Text z Gesicht bekommen hatten, hatte ich keine Ahnung, wie jene von anderen aufgenommen werden. Als dann die ersten Rezensionen kamen, war ich – vorsichtig ausgedrückt – ziemlich nervös. Umso größer war meine Erleichterung, wie gut Maggie bei vielen Lesern - ganz gleich welchen Alters -ankommt.


12.)  Wie gehen sie mit negativer Kritik um?

Damit musste ich auch umgehen lernen. Das gehört dazu. Die Geschmäcker sind unterschiedlich. Gottseidank! Und oft kann ich Kritikpunkte auch gut nachvollziehen, denn der fertige Roman ist meist auch ein Kompromiss, der auf Kosten bestimmter Inhalte geht, die manchen Lesern ganz besonders wichtig sind. Ärgerlich finde ich nur negative Kritiken, bei denen der Rezensent nicht einmal den Versuch unternimmt, seine Meinung zu begründen. Aber das sind die absoluten Ausnahmen. Die allermeisten geben sich sehr viel Mühe, die Gründe für ihre Bewertung – sei sie nun positiv oder negativ – zu erläutern. Überhaupt finde ich es eine schöne Erfahrung, wie respektvoll, fair  und ehrlich die Rezensionen in der Regel sind. 





 






                                                                                 
                    











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